Lingen

Wachmänner wegen Misshandlung von Flüchtlingen verurteilt

Lingen – Die beiden Wachmänner, die wegen der Misshandlung von Flüchtlingen angeklagt waren, sind zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Das berichtet die Nordwest-Zeitung. Einer der Angeklagten ist zu dem Berufungsverfahren am Landgericht Osnabrück gestern allerdings nicht vor Gericht erschienen. Damit ist die vom Amtsgericht Lingen ursprünglich verhängte Strafe gegen den Mann nun rechtskräftig. Der 29-Jährige ist damit zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Der zweite Angeklagte erhielt eine deutlich niedrigere Strafe. Das Amtsgericht hatte den 37-Jährigen Mann zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt, nun erhielt er vom Landgericht ein Jahr und drei Monate, ebenfalls auf Bewährung. Zusätzlich muss er an alle drei Opfer 1.500 Euro Schmerzensgeld zahlen und sich zur Hälfte an den Behandlungskosten bei einem der Flüchtlinge beteiligen. Die beiden Mitarbeiter einer Security-Firma hatten Ende 2015 in einer Flüchtlingsunterkunft in Lingen drei Männer aus Pakistan in eine Toilette eingesperrt und anschließend misshandelt. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert, weil sie die Aussagen der Opfer nicht für glaubwürdig hielt. /sms

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