UPDATE: Zweiter Flüchtling hat im Prozess ausgesagt
Lingen – Im Prozess gegen zwei Wachleute, denen vorgeworfen wird drei Flüchtlinge in einer Lingener Notunterkunft misshandelt zu haben, sind inzwischen zwei der Opfer gehört worden. Einer der Flüchtlinge machte eine Aussage dazu, was sich abgespielt haben soll, bevor die Situation im Flüchtlingsheim eskaliert sein soll. Laut seiner Aussage, hätten sich die beiden Geschädigten außerhalb ihrer Unterkunft mit einem jungen Afghanen getroffen. Sie sollen zusammen Alkohol getrunken haben. Plötzlich soll der Afghane laut geschrien haben, dass man ihm sein Handy geklaut hätte. Er soll die beiden Flüchtlinge beschuldigt haben. Nach dem Vorfall sollen sich alle zurück zur Unterkunft begeben haben, wo der Afghane sich an den Sicherheitsdienst gewendet haben soll. Der Sicherheitsdienst soll sich daraufhin den Flüchtlingen zugewendet und sie immer wieder nach dem Verbleib des Handys gefragt haben. Ein dritter Flüchtling, der vom Sicherheitsdienst ebenfalls misshandelt worden sein soll, soll von den Angeklagten dazu geholt worden sein, weil er Tage zuvor mit den beiden Beschuldigten gesehen worden sein soll. Die Angeklagten sollen daraufhin alle drei in einen Toilettenraum eingesperrt haben. Zum heutigen Verhandlungstermin sollen noch zwei Sanitäter gehört werden. /SoS