Strafgefangener der JVA Lingen missbraucht Mitarbeiterin und begeht Suizid
Lingen – Ein Strafgefangener der Justizvollzugsanstallt Lingen hat gestern bei einem Ausgang eine Mitarbeiterin missbraucht und sich anschließend umgebracht. Wie das Niedersächsische Justizministerium mitteilt, wurde dem Strafgefangenen in Begleitung der Mitarbeiterin ein Ausgang in sein familiäres Umfeld in Delmenhorst gestattet. Der Gefangene war wegen sexueller Nötigung zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt worden. Strafende wäre August 2018 gewesen. Der Mann war im Mai 2015 in ein Behandlungsprogramm für Sexualstraftäter aufgenommen worden. In der Vergangenheit hatte er bereits 50 Mal begleiteten Ausgang erhalten. Dabei hatte es keine Beanstandungen gegeben. Die Entscheidung über diese Form der Vollzugslockerung beruht auf einer Prognosenenstscheidung der JVA. Dabei habe die Sicherheit der Mitarbeiter sowie der Bevölkerung oberste Priorität. Dieser Vorgang wird derzeit vom Niedersächsischen Justizministerium geprüft. Die missbrauchte Mitarbeiterin sowie weitere betroffene Mitarbeiter der JVA Lingen werden medizinisch und psychologisch betreut./wp