Emsland

Emsländischer Kreistag übt Kritik an Krisenmanagement der Bundeswehr

Emsland – Mitglieder des emsländischen Kreistages haben gestern in Bezug auf den Moorbrand auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD 91) in Meppen scharfe Kritik am Krisenmanagement und der Informationspolitik der Bundeswehr geübt. Wie die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet, seien sich die Politiker fraktionsübergreifend einig darüber gewesen, dass ein frühes Eingreifen mit zusätzlichen Kräften das Großfeuer verhindert hätte. Auch Landrat Reinhard Winter habe in der öffentlichen Sitzung gesagt, dass es nicht so weit hätte kommen müssen. Der CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzende Bernd-Carsten Hiebing habe die Kommunikation der Bundeswehr als ein „Desaster“ bezeichnet. In diesem Zusammenhang müsse auch über Schadensregulierung gesprochen werden, so Hiebing laut dem Bericht. Die SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Kötter sei erschüttert gewesen, mit welcher Leichtfertigkeit die Bundeswehr Risiken in Kauf genommen habe. Das Versagen sei die Folge von Arroganz und Überheblichkeit der eigenen Möglichkeiten, so Kötter. /ha

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