„Ehrenmord“ kommt vor den Bundesgerichtshof

Dörpen – Der mutmaßliche Ehrenmord kommt vor den Bundesgerichtshof. Dabei gehe es aber weniger um die Frage, ob es ein Ehrenmord war, sondern mehr um Formalitäten, schreibt die Neue Osnabrücker Zeitung. Ein Mann aus Dörpen war im vergangenen Jahr vom Osnabrücker Landgericht zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt worden, weil er seine Frau erwürgt haben soll. Die Staatsanwaltschaft vermutete dahinter einen Ehrenmord, weil die Ehefrau eine Affäre hatte. Auftraggeber für den Mord soll ihr eigener Vater gewesen sein, er wurde aber freigesprochen. Auch die Ehrenmord-Theorie sah der Richter nicht bestätigt. Sowohl Staatsanwaltschaft, als auch Verteidiger sind in Revision gegangen. Am 15. Mai entscheidet der Bundesgerichtshof, ob es beim Urteil bleibt oder ob der Prozess erneut verhandelt werden soll.

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